MOTIVATION

Die Energiebranche im Wandel – 
Der lange Weg vom Stromabnehmer zum aktiven Partner im digitalen Energienetzwerk

 

Betrachtet man das heutige Energiesystem und die Position des Kunden bzw. Nutzers innerhalb dieses Systems, so spielt dieser – überspitzt gesagt – keine zentrale Rolle. Er ist am Ende nur derjenige, der den Strom abnehmen muss, um zuhause das Licht anmachen zu können, die Heizung am Laufen zu halten oder abends auf der Couch die neuste Serie auf Netflix schauen zu können. Im Bewusstsein der Konzerne wird er in den meisten Fällen nur als zahlender Abnehmer, nicht aber als Kunde, geschweige denn als aktiver Partner im Markt gesehen.

Seit Fukushima durchläuft die Energiebranche, so wie wir sie jahrzehntelang in Deutschland kannten, einen grundlegenden Wandel. Als Nutzer mit diesem Wandel Schritt zu halten, ist nicht einfach. Die Herausforderungen sind vielfältig und nicht immer leicht zu greifen. War das Energiesystem der Vergangenheit bereits schwer zu verstehen, so bringt die Energiewende weitere Fragestellungen und Probleme mit sich. 

Unsere Aufgabe ist es, den Nutzer innerhalb dieses Wandels an die Hand zu nehmen und ihn als Teil unserer Forschungsarbeit in den Fokus zu stellen. Nutzerinnen und Nutzer sollen nicht nur einfach mit dem zukünftigen digitalen Netz interagieren und kommunizieren können. Was noch viel wichtiger ist: Sie sollen vom Energiemarkt der Zukunft profitieren und daran partizipieren können. Dieses Ziel zu erreichen, ist unser Hauptanliegen.

Ein erster Evolutionsschritt auf dem Weg vom Stromabnehmer zum aktiven Partner innerhalb des digitalen Energiemarkts ist unserer Meinung nach die Etablierung eines neuen Kommunikationswerkzeugs. Daher arbeiten wir an der Entwicklung eines neuen, intuitiven Interface Konzepts: Dem Interface der Energie, das als Bindeglied zwischen Nutzer und zukünftigem Energienetzwerk fungieren soll. 

Bei unserer Arbeit geht es nicht nur um Technologien, sondern im Sinne des Human-Centered Design (HCD) Prozesses um eine menschzentrierte Haltung gegenüber dem Nutzer: Welche Bedürfnisse hat der Nutzer? In welchem Umfeld agiert er? Welche Art von Gestaltung ist anwenderfreundlich? Welche Kanäle möchte der User nutzen? Was halten wir praktikabel? Eine App, Portalanwendungen, Smart Watches, AR/VR, Hologramme, Smart Glases, etc.? Wir wissen es heute noch nicht. 

Aber die Mission ist klar: Wir müssen recherchieren, beobachten, lernen und hinterfragen, um Nutzerbedürfnisse herauszuarbeiten. Wir wollen neue Impulse geben und neue Wege gehen, um eine nachhaltige Lösung anzubieten, die geprägt ist von einer hohen Gebrauchstauglichkeit und einem ansprechenden Nutzererlebnis. Wir wollen überraschen und begeistern. Kurzum: Wir wollen den Endkunden nicht nur zum Nutzer, sondern vielmehr zum Partner innerhalb des digitalen Energienetzwerks machen.

Unser Ansatz

 

Unsere Herangehensweise orientiert sich am menschzentrierten Designprozess, dem Human-Centered Design. Bei diesem Prozess steht das umfassende Verständnis der Zielgruppe und ihrer Bedürfnisse im Vordergrund. Potentielle Nutzer sind während des gesamten Entwicklungsprozesses involviert. Sie wirken bei der Anforderungsanalyse, sowie der Entwicklung und der Evaluation von Gestaltungslösungen mit.

Durch Iterationen innerhalb des Prozesses wird eine Lösung schrittweise entwickelt und kontinuierlich verbessert. Dieses Vorgehen ermöglicht eine von Beginn an an realen Bedürfnissen der Zielgruppe orientierte Entwicklung von Lösungen. Dies führt zu einer deutlich höheren Produktqualität und reduziert das Risiko, dass ein Produkt fehlschlägt. 

 
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Wir beziehen die Menschen, für die wir Lösungen entwickeln, aktiv mit ein.“

– Jutta Fortmann, SEnior UX Engineer